Vorschläge der SPD Hohenlinden für den Umweltausschuss

Windrat im Gegenlicht
Foto J. Ortenburger

Die SPD Hohenlinden hat dem Bürgermeister folgende Themen für die Diskussionen im Umweltausschuss vorgeschlagen:

  1. Die Gemeinde Hohenlinden erstellt ein Konzept wie sie bis 2030 unabhängig von fossilen Treib- und Brennstoffen werden kann. Hierzu wird die Energieagentur eingebunden. Ziel ist, den Kreis in seinem Bestreben als Klimaschutzregion bis 2030 unabhängig von fossilen Treib- und Brennstoffen zu werden, zu unterstützen.

  2. Die Gemeinde Hohenlinden erstellt eine Satzung, nach der bei Neubauten Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf den Dächern installiert werden müssen Der Umweltausschuss erarbeitet die Satzung und legt sie zur Verabschiedung dem GR vor.

  3. Die Gemeinde Hohenlinden fördert bei Bestandsbauten die Installation von PV und ST-Anlagen auf den Dächern. In Zusammenarbeit mit der Energieagentur Ebersberg wird ein Info- und Förderungskonzept erarbeitet (ist in Arbeit über die Bündelaktion).

  4. Die Gemeinde Hohenlinden errichtet Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in der Ortsmitte und fördert die Errichtung von öffentlichen Ladesäulen auf privatem Grund (z. B. Parkplatz Rewe, Edeka, im Gewerbegebiet) Der Umweltausschuss erarbeitet das Konzept, wo Ladesäulen sinnvoll sind und ermittelt Kosten und Machbarkeit. Ziel: E-Fahrzeuge können während Erledigungen im Ort oder im Gewerbegebiet geladen werden. Hohenlinden wird dadurch attraktiver, es wird aber auch die Elektromobilität gefördert, da mehr Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum verfügbar sind, z. B. auch für Arbeitnehmer, die ins Gewerbegebiet Hohenlinden einpendeln und vielleicht auf die emissionsarmen E-Autos umsteigen würden. (hierzu liegt auch ein Antrag der Grünen vor, der aber bisher auch noch nicht wirklich behandelt worden ist, siehe Artikel zur GR-Sitzung am 21.12.2020)

  5. Die Gemeinde Hohenlinden stellt eine Buslinie bereit, die die Ortsteile, ggf. auch Nachbargemeinden so verbindet, dass Bürger*innen ohne eigenes Auto alle wichtigen Einrichtungen in der Gemeinde erreichen. Der/Die Bus/se fahren Emissionsfrei (elektrisch oder H2-Brennstoffzelle). Die Buslinie stellt insbesondere sicher, dass die Buslinien nach München und zu den S-Bahnen bzw. in die Kreisstadt erreicht werden. Der Umweltausschuss erarbeitet das Konzept und ermittelt die Kosten und Beschaffung. Der Bürgermeister bringt die Idee in den Kreistag ein, setzt sich für eine bessere Vernetzung der Zubringerbusse zwischen den Gemeinden und für eine effizientere Linienführung der Langstrecken-Buslinien ein.

Ziele: Mobilität der Bürger*innen wird umweltfreundlich erhöht: sie erreichen die Gemeindeeinrichtungen, die Busse und Bahnen und die Nachbarorte besser. Fahrten mit Autos werden verringert. Die Langstrecken-Buslinien im Kreis und nach München können effizienter geführt werden, da sie direkter ohne Umwege die Gemeinden und Bahnen verbinden können. Sie werden dadurch auch attraktiver. Dadurch wird wiederum Individualverkehr eingespart.

  1. Die Gemeinde Hohenlinden erstellt eine PV-Freiflächenanlage und betreibt diese mit Bürgerbeteiligung. Der Umweltausschuss erarbeitet hierzu Konzept und Machbarkeit und ermittelt mit der Verwaltung geeignete Flächen. Beispiel und Vorbild: Gemeinde Fuchstal

  2. Die Gemeinde erwirbt auf den neuen Gewerbegebietsflächen selbst ein Grundstück und baut dort ein (nachhaltiges, vorbildliches, hervorragend ausgerüstetes) Bürogebäude, das vermietet wird. Die Gemeinde bietet damit Selbstständigen und Freiberuflern - bevorzugt aus Hohenlinden - Büroflächen und Co-Working-Space zu günstigen Konditionen an, wo sich diese Menschen vernetzen können, treffen, arbeiten und innovativ sein können.

Ziele: Junge Selbstständige aus Hohenlinden können im Ort bleiben und hier arbeiten, neue Köpfe werden angezogen. Durch die Vernetzung entstehen Innovationen und Produkte, die Hohenlinden einen guten Ruf bescheren Autoverkehr wird reduziert, da die Unternehmerinnen am Ort bleiben können Die Unternehmerinnen werden gefördert und nutzen wiederum dem ansässigen Gewerbe durch Ideen und Dienstleistungen. Die Gemeinde kann mit der Vermietung die Kosten mehr als decken.

  1. Die Gemeinde Hohenlinden stellt die Gemeinde bis 2023 neophytenfrei. Hierzu wird ein Konzept erarbeitet, das systematisch die Neophytenbekämpfung beschreibt. Das Konzept wird ab 2021 umgesetzt. Vorbild und Info-Beschaffung: Markt Schwaben

  2. Leider hat der GR eine/n Umwelt- und Energiebeauftragten im Mai 2020 abgelehnt. Angesichts der großen Herausforderungen und der vielen Aufgaben zur Informationsbeschaffung und Vorbereitung (siehe oben) halte ich Umwelt- und Energiebeauftragte in der Gemeinde Hohenlinden nach wie vor für erforderlich. Um die Verwaltung bei den o. g. Aufgaben zu unterstützen, stelle ich daher erneut den Antrag, eine/n Umwelt- und Energiebeauftragten zu ernennen, die die o.g. und sicher noch weitere Aufgaben anpacken und vorantreiben sollen.

  3. Die Gemeinde Hohenlinden setzt feste Termine für die Umweltausschusssitzungen für das Jahr 2021 an, am besten eine Woche vor den GR-Sitzungen zur Vorbereitung der Beschlüsse. (dieser Antrag wurde insofern erfüllt, als für 2021 4 Sitzungen festgelegt wurden: 15.3., 14.6., 13.9. und 15.11.2021. Das sind zwar nicht so viele, wie wir m. E. angesichts des großen Arbeitsumfanges bräuchten, aber immerhin.